Soft Power in Deutschland und Frankreich

1990 erregte das Buch des amerikanischen Historikers Paul Kennedy über „Aufstieg und Fall der Großmächte„ gewaltiges Aufsehen. War damit doch die Vorstellung verbunden, dass nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende des kalten Krieges auch das Ende der USA als Weltmacht eingeläutet sei. Stand Amerika 1945 noch für sage und schreibe 50% des Bruttosozialprodukts der Welt, war dieser Anteil in den 90er Jahren auf 20% zusammen geschmolzen. Die Kriegsverlierer Japan, Deutschland und Italien hatten gewaltig aufgeholt, neue Wirtschaftsmächte wie die asiatischen „Tiger“ tauchten auf der Bildfläche auf und am Horizont zeichnete sich bereits der gewaltige wirtschaftliche Aufstieg der Kolosse China und Indien ab. Dennoch war der gefühlte Einfluss der Amerikaner nach wie vor enorm, auch wenn man Produktionszahlen, nukleare Sprengköpfe und Flugzeugträger beiseite ließ. Deshalb setzte der US-Ökonom Joseph Nye Kennedys Thesen den Begriff der „Soft Power“ entgegen. 

L’influence d’une nation ne se mesure pas uniquement par son PIB ou sa puissance militaire 

Einfluss in der Welt könnten nicht nur durch wirtschaftliche oder militärische Macht erreicht werden sondern auch durch intangible Ressourcen…

Pour lire la suite, abonnez-vous ici.